Januar 26th, 2012

Osteuropa hält einige sehr interessante Regionen bereit

Osteuropa war eine Region, die vielen bis vor etwa 20 Jahren völlig unbekannt war. Der Kalte Krieg und die Berliner Mauer teilten Europa ebenso wie Ost- und Westdeutschland. Osteuropa war fast vollkommen sozialistisch eingestellt und der Zutritt wurde den Anhängern der Nationen der westlichen Besatzungszone zum größten Teil verweigert. Aufgrund dieser politischen Verstrickungen in der Vergangenheit gibt es keine allgemeingültige Definition von Osteuropa. Spricht man politisch von Osteuropa, so sind damit die sogenannten Ostblockstaaten gemeint, welche mit der ehemaligen Sowjetunion und der früheren DDR sympathisierten. Geographisch gesehen besteht Osteuropa aus der Ukraine, Weißrussland und dem europäischen Teil Russlands. Stellenweise zählt weiterhin Moldawien dazu. Aus der historischen Entwicklung heraus wird Osteuropa ebenso gegliedert wie geographisch, jedoch werden teilweise Länder vom Kaukasus wie Armenien, Georgien und Aserbaidschan hinzugerechnet. Auf diese Einteilung hat weitgehend die Herrschaft des Russischen Reiches Einfluss. Schlussendlich wird Osteuropa infolge seiner kulturellen und sprachlichen Entwicklung definiert. Dann zählen alle von slawischen Völkern besiedelten Landstriche und Länder unter Osteuropa.

Das Osteuropa der heutigen Zeit

Umgangssprachlich achtet eigentlich keiner so genau auf politische, kulturelle oder geographische Definitionen. Sprechen die Menschen von Osteuropa, meinen sie im Allgemeinen alle Länder, die sich hinter der östlichen Grenze Deutschlands befinden. Somit gehören Polen, Tschechien und die Slowakei ebenfalls zu Osteuropa. Dieser Teil Europas hat sich nach der Öffnung der Mauer stark gewandelt. Auf der einen Seite haben sich viele Länder als reizvolle Urlaubsregionen gemausert, auf der anderen Seite geht es ebenfalls wirtschaftlich mit diesen Ländern bergauf und man nimmt mit großem Eifer an der Globalisierung teil.

Touristisch interessant ist vor allen Dingen das Baltikum. Da es sich hierbei um die Anrainerstaaten der Ostsee handelt, erfreuen sich Kreuzfahrten großer Beliebtheit. Bei diesen muss unbedingt ein Stopp in St. Petersburg vorgesehen sein. St. Petersburg ist die zweitgrößte Stadt Russlands und trägt außerdem den Namen Venedig des Nordens. Mit einer Einwohnerzahl von fast fünf Millionen hat sich die Stadt zudem den Titel nördlichste Millionenstadt der Welt gesichert. St. Petersburg ist übervoll mit Sehenswürdigkeiten. Geschichtlich hat die Stadt bewegte Zeiten hinter sich. Überall trifft man auf Überbleibsel aus diesen Epochen. Besonders viel Aktivität hat Peter der Große entfaltet. In St. Petersburg hatte er seinen Hauptwohnsitz. Heute kann man daher das gut erhaltene Schloss Petershof – Sommerresidenz des Zaren -, die Peter-und-Paul-Festung und die Peter-und-Paul-Kathedrale mit ihren goldenen Türmen besichtigen. Daneben geben zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten wie das Lenindenkmal Auskunft über die Geschichte der Stadt.

Auch andere Länder Osteuropas ziehen Besucher an

Russland und Weißrussland sind eher Länder, die touristisch noch am Anfang stehen. Ganz anders dagegen sieht es in Rumänien, Ungarn und Bulgarien aus. Diese Länder wurden bereits zu Zeiten des Kalten Krieges zahlreich von Touristen bevölkert. Die Schwarzmeerküste ist eine der schönsten Küsten Europas und bietet Badefreudigen jede Menge Betätigungsfeld. In Ungarn ist es der Balaton, ein Binnensee, der alljährlich Tausende von Urlaubern anzieht. Übrigens war Ungarn vor der Maueröffnung ein beliebtes Land für die Kommunikation zwischen Ost- und Westdeutschen. Ungarn stand dem Kalten Krieg neutral gegenüber. Das Land war für Touristen beider Länder zugänglich und es war auch eines der ersten, welches die Grenzen zum Nachbarn Österreich im Jahre 1989 öffnete.

Leave a Reply